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Blade Runner – Träumen Androiden von elektrischen Schafen?

Seit nun zwei Wochen läuft „Blade Runner 2049“ in den Kinos. Der Medienrummel um einen Folgefilm zum ‚Klassiker‘ „Blade Runner“ ist unangenehm. Klassiker als Film – ja, aber bestimmt nicht im jetzt beworbenen Mainstreampublikum. Jahrzehnte (1982 erstmals im Kino) plus Directors Cut Veröffentlichung (1993) hat es gebraucht für eine breite Fanbasis.

Auch beim Autoren der Grundlagen der Story, Philip K. Dick, heißt es heute gern, dass er zum Kanon der amerikanischen Literatur gehöre.

Philip K. Dick: Blade Runner, Ausgabe von Fischer TOR

Er würde sich bestimmt darüber freuen, wollte er doch Zeit seines Lebens gern ein Mainstreamautor sein. Gelungen ist es ihm nicht. Auch wenn er außerhalb von Science Fiction Kreisen heute nicht mehr vollkommen unbekannt ist. Er starb 1982.

Ein Lesen von „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“, gern tituliert als „Blade Runner“, soll gerade wegen dieser Marketing-Unannehmlichkeiten hiermit geschehen.

Unterhaltsam und überraschend ist Philip K. Dick in seinen meisten Geschichten. So auch in diesem 1968 erstmals erschienenen Roman. Über Dicks Visionen wollen wir uns hier nur kurz äußern. Er hatte die, wegen derer Menschen von Helmut Schmidt zum Arzt geschickt wurden. Gleichzeitig konnte er glücklicherweise in die Zukunft sehen und diese interessant beschreiben. Oder warum beschäftigen wir uns heute mit Künstlichen Intelligenzen? Herrn Schmidts langweilige, enge Weltsicht kann damit gern verschwinden aus Diskursen.

In Fischers TOR Reihe ist im August eine deutsche Neuübersetzung erschienen. Zu finden im Laden für 14,99 Euro und auch gern abseits von Filmveröffentlichungen empfohlen.

 

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